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Sicher unterwegs auf Snapchat: Die wichtigsten Tipps für Eltern

Aktualisiert: 7. Dez. 2023


Anzeige „Ey Mama, du checkst es einfach nicht! Alle meine Freund*innen haben Snapchat und wir schicken uns dauernd Snaps. Macht jeder so!“ Stimmt, ich checke es tatsächlich nicht. Während ich mich auf anderen Social Media Kanälen noch halbwegs Zuhause fühle, ist Snapchat für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Schnell, kurzweilig und bei meinen großen Kindern (16 und 18) im Dauerbetrieb. Aber gerade weil es mir fremd ist, möchte ich mich als Mutter damit auseinandersetzen.


Kinder digital begleiten


Für meine Kinder ist Snapchat aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. Hier ein kurzes Foto, da ein schnelles Lächeln und ab geht der Snap und hält ihre Freund*innen über aktuelle Aktivitäten auf dem Laufenden. Muss das sein, frage ich mich dann? Die simple Antwort lautet: Ja, für meine Kinder schon. Denn für sie ist der ständige Austausch mit ihrer Peer Group zum festen Bestandteil ihres Tagesablaufs geworden. Verhindern kann ich das nicht und das möchte ich auch gar nicht.

Was ich aber möchte, ist, sie über mögliche Gefahren zu informieren, die ihnen bei der Nutzung begegnen können. Mit den Kindern im Gespräch bleiben und ihre Welt zu verstehen ist meiner Meinung nach die beste Vorsorge, die wir Eltern treffen können. Verbote erhöhen nur den Reiz, das Verbotene heimlich und unkontrolliert zu nutzen. Wirklich unterstützen können wir Eltern unsere Kinder nur dann, wenn wir ihre Art digitale Medien zu nutzen akzeptieren und uns als Ansprechpartner anbieten. Doch wie kann ich meine Kinder über Snapchat informieren, wenn ich die App selber gar nicht verstehe?


Die Jugendschutzmaßnahmen von Snapchat


Zunächst einmal sei gesagt, dass die Nutzung von Snapchat erst für Jugendliche ab 13 Jahren erlaubt ist. Snapchat prüft diese Angaben regelmäßig und verweigert jüngeren Kindern die Registrierung. Zudem können bestehende Accounts von 13 bis 17-jährigen Snapchatter*innen nicht nachträglich auf über 18 Jahre verändert werden.

Snapchat möchte eine Messaging-Plattform für echte Freundschaften sein. Gerade hier steht der Schutz der Jugendlichen Nutzer*innen vor fremden Kontaktaufnahmen im Vordergrund. Klingt gut, denn natürlich ist das eine meiner Hauptsorgen als Mutter. Doch wie setzt Snapchat diesen Anspruch um? Drei Punkte finde ich hier besonders relevant:

  • Nur Snapchat Freunde und Freundinnen können mit den Jugendlichen kommunizieren, oder es gibt bestehende Kontakte auf dem Handy.

  • Jugendliche tauchen in den Suchergebnissen anderer nur dann auf, wenn eine gewisse Anzahl gemeinsamer Kontakte besteht.

  • Snapchat sendet eine Sicherheitswarnung, wenn Jugendliche von vermeintlich fremden Personen eine Freundschaftsanfrage bekommen.



Und natürlich ist es auch jederzeit möglich unerwünschte Kontakte zu blockieren. Ein

richtig gutes Feature für uns Eltern ist auch das Family Center. Um Zugriff auf das

Family Center zu erhalten, braucht ihr als Eltern einen eigenen Snapchat-Account. Hier

kann man als Erziehungsberechtigte*r z.B. strengere Inhaltsbeschränkungen festlegen

und sehen, mit wem das Kind auf Snapchat kommuniziert.

Mein Tipp: Sprecht gemeinsam über die Nutzung des Family Centers und erklärt eurem Kind, warum ihr es nutzt. Ich habe meinen Kindern verdeutlicht, dass es nicht um meine Kontrolle, sondern um ihre Sicherheit geht. Das finden sie vielleicht erstmal nicht so toll, mit zunehmender Reife verstehen sie aber den Sinn dahinter. Noch zumal wir als Eltern nie ihre gesamten Chatverläufe lesen können, sondern nur sehen, mit wem sie Nachrichten austauschen.


Sicher auf Snapchat - so geht’s!


Neulich hat mein 16-jähriger Sohn mich wieder eiskalt erwischt. Er zeigte mir auf Snapchat, wo seine Freunde überall sind. Meine naive Frage: „Warum kannst du das sehen?“ Die Standortfreigabe ist für Jugendliche nämlich standardmäßig deaktiviert. Meinen Sohn habe ich gebeten, das auch so zu lassen. Muss ja nicht jeder wissen, wo er sich jeden Dienstag um 16 Uhr aufhält… Wichtiger Hinweis an der Stelle: Mit der Standortfreigabe können nur die eigenen Snapchat Freunde und Freundinnen den Standort sehen. Aber aufgepasst bei der Freischaltung der Snap Map, da werden die Kids in größerem Umfang sichtbar und die Snaps können sogar auf externen Plattformen auftauchen.




Was ich immer wieder merke: Meine Kinder glauben Statements auf Social Media zumeist, ohne sie zu hinterfragen. Während wir Erwachsenen eine gesunde Distanz und Skepsis zu geposteten Inhalten haben, sind unsere Jugendlichen da oft noch sehr naiv. Snapchat hat dieses Problem erkannt und setzt auch hier bei den Jugendschutzmaßnahmen an: In den öffentlichen Storys und Videos wird für altersgerechte Inhalte gesorgt, indem auf geprüfte Medienorganisationen und verifizierte Creator*innen geachtet wird. Zudem werden proaktive Erkennungstools genutzt, um Konten aufzuspüren, die missbräuchliche Inhalte verbreiten möchten. Gegen diese wird dann proaktiv vorgegangen, um den Schutz der Nutzer*innen gewährleisten zu können.


Kann Snapchat durch die neuen Schutzmaßnahmen sämtliche Gefahren für unsere Kinder ausschalten? Nein, das kann keine Plattform leisten. Doch Snapchat hat die Herausforderungen der App-Nutzung von Jugendlichen erkannt und hat neue und effektive Maßnahmen ins Leben gerufen, um unsere Kinder zu schützen. Eine wirklich empfehlenswerte Sicherheitscheckliste für Eltern findet ihr als Ergänzung hier.

Unsere gemeinsame Verantwortung


Snapchat trägt eine Verantwortung. Wir Eltern tragen Verantwortung.


Unsere Aufgabe ist es, unsere Kinder digital zu begleiten, unsere eigene Komfortzone zu verlassen und bereit dafür zu sein, Neues zu lernen. Meine Kinder lieben es, wenn sie mir Dinge erklären können und die Nutzung von Snapchat gehört definitiv dazu. Das ist ok, denn auf der anderen Seite habe ich mit den Jugendschutzmaßnahmen ein wichtiges Tool an der Hand, das ich ihnen weitergeben kann.



Als Team erreichen wir unser gemeinsames Ziel nämlich immer noch am besten: Snapchat als kommunikative, witzige und inspirierende Plattform mit Freunden zu nutzen und dabei sicher in der App unterwegs zu sein.

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